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 REISEN & FOTOS
Segeln in der Karibik
Segeln nach St. Petersburg und Tallin

REISEN & FOTOS

Segeln und Touristenprogramm in Kuba

10 Freunde segeln im Februar 2012 in Kuba. 999 Bilder sagen mehr als 1.000 Worte. So kann man den Winter auch aushalten. Fotos  



Lettland 2012

Schon sind wieder zwei Jahre seit dem letzten Besuch vergangen. Unsere Freunde haben wieder ein tolles Programm für uns organisiert. Wir besuchten unter anderem folgende Orte: Ulbroka, Riga, Priežmale und Liepāja. Die Bilder sagen mehr als tausend Worte. Viele wunderbare Eindrücke sind in unseren Köpfen. Fotos  



Lettland & Litauen 7-2010

Zwei Wochen in Lettland bei Freunden und auf der kurischen Nehrung mit unserem "Landstreicher" Fotos 



10 segeln nach Sankt Petersburg und Tallin

Segeltörn der "Bank von Bremen" der SKWB von Kiel nach Sankt Petersburg und Tallin. Schiffer Jochen Orgelmann und Crew: Horst Friedrichs, Gunnar Franken, Holger Neugebauer, Klaus Hering, Norbert Olma, Lothar Müller, Wolf Kropp-Büttner, Björn Schwarze und Günther Bleckwehl Fotos 



Segeln durch die Karibik auf der "Bank von Bremen"

Segeltörn der "Bank von Bremen" der SKWB von Antigua über Virgin Gorda, Puerto Plata in der Dom Rep, Rum Cay nach Nassau auf den Bahamas.Fotos 



Delhi, Amber, Jaipur, Agra, Varanasi und Kalkutta

Zu Viert, Petra & Hannes, Aengie & Klaus, auf dem Weg nach Delhi. Amber, Jaipur, Agra, Varanasi und Kalkutta waren unsere weiteren Stationen. Von dort durch Myanmar weiter nach Thailand.
Reisezeit gesamt: Vom 31.01.2005 bis zum 08.04.2005

Hier sind 400 Fotos von unserer Reise durch Nordindien zu sehen. Die Bilder von Myanmar und Thailand werden folgen. Fotos 



Vietnam - Mai / Juni 2004

Von Bremen via Paris nach Hanoi. Zurück ging es dann von Saigon. Wir hatten nur die Flüge gekauft. Alles andere haben wir vor Ort organisiert. Alles kein Problem dank der freundlichen und hilfsbereiten Vietnamesen und dem Reise Know-How. Das Internet war natürlich auch ein riesiger Ratgeber, eine sehr gute Seite: Vietnam-Freunde. Unsere Reiseroute - siehe Karte  
Hanoi - noch am gleichen Abend ging es mit dem Royal Train nach Sa Pa in die Berge nahe der chinesischen Grenze. Fotos 
Der Norden - Sa Pa Fotos 
Halong Bay Fotos 
Hue - Die Kaiserstadt, My Son 
Hoi An - Relaxen an herrlichen Stränden Fotos 
Ho Chi Minh City / Saigon Fotos 
Cu Chi Tunnel, Cao Dai-Tempel, Can Tho - Mekong Delta 



Bangkok & Bali - Juni / Juli 2003

Urlaub Juni / Juli 2003: Drei Übernachtungen in Bangkok und 17 herrliche Tage auf Bali zum Schäppchenpreis. Fotos 



Kapverden Rund - Inseln im Atlantik - Oktober 2002

Mit der "Bank von Bremen" Schiffer: Dr. Jochen Orgelmann Crew: Heinz Bartel, Haro Helms, Klaus Hering, Volker Mandt, Karl Morgenstern, Lothar Müller, Wolfgang Müller, Jan Neugebauer und Bernd Papenmeier
Zu den Bildern hier klicken> Fotos  



Gesegelt zum "Archipel am Rande der Zeit"

Ein Bericht von Karl Morgenstern 



 

Die Mahnung konnte Jedermann zuvor in einschlägigen Handbüchern lesen: "Die Kapverden sind ein anspruchsvolles Segelrevier. Die Segler sollen gut ausgerüstete Yachten beherrschen können, auch wenn es einmal kräftig bläst. Die Kapverden sind ein Abenteuerrevier ohne jede maritime Infrastruktur." Und ganz offiziell wird dringend gewarnt, "außer den wichtigsten Häfen keine anderen anderen Häfen oder Ankerbuchten nachts anzulaufen." Wohl wahr. Der "Archipel am Rande der Zeit", entstanden aus schwarzer Lava und goldgelbem Wüstensand, ist eine Welt von ganz anderer Art, als es der "S.K." bislang vertraut war. Eine arme Inselrepublik von manchmal dunkler und drohender Schönheit, ein Land mit oft liebenswerten Menschen - und manchmal tückischen Winden.

Die Orgelmann-Crew , die als dritte Etappe von "AtlantikRund" einmal rund um diesen erst 1975 selbständig gewordenen Inselstaat (430 000 Einwohner) segelte, der einst der große Umschlagplatz für den Sklavenhandel nach Süd- und Mittelamerika gewesen war, konnte am Ende resümieren: Flagge gesetzt, erstmals diese Welt aus zehn bewohnten und fünf unbewohnten Inseln 500 Kilometer vor der Küste Westafrikas kennen und dabei wieder einmal das Wundern gelernt. Und zwar darüber, wie albern und dreist beispielsweise jene Darstellungen sind, die die Kapverden als Hort der Piraterie verteufeln. Skipper Jochen Orgelmann sprach am Ende aus, was alle dachten: "Blödsinn. Kleinkriminalität gibt es überall, wo die Menschen arm sind. Da wird eben manchmal geklaut, um zu überleben. Aber das hat doch wirklich nichts mit jener Piraterie zu tun, wie man sie aus Südostasien oder Teilen Südamerikas kennt." Andererseits: Wir haben auch viel Freundlichkeit und sympathische Hilfe erlebt. Vor allem, als ausgerechnet unser schon weit gereister "S.K-Cheffotograf " Klaus, bei schwerem Wetter am Ruder stehend, ausglitt, sich das Knie schwer und schmerzhaft zerrte und sich in ärztliche Behandlung begeben musste. Ein kubanischer Arzt, der glänzend Deutsch sprach, setzte die bemühten Samariterdienste der Crew gekonnt fort - und verordnete dann erst einmal strikte Ruhe. Aus war's mit der weiteren Segelei. Glück im Unglück: Klaus wollte sowieso länger vor Ort bleiben. Mit seiner besseren Hälfte hatte er noch ein paar Tage Kapverden-Sonne gebucht. Und als "Pfadfinder" leistete er beim nächtlichen Crewwechsel im stockdunklen Hafen von Palmeira dann noch wertvolle Hilfe.

Das Wundern war ohnehin auf vielfältige Art angesagt. In Mindelo auf der Insel Sao Vicente lernte die Crew eine "Musik-Kneipe" kennen, die es in sich hatte. Live-Musik mit kreolischen und Fado-Einsprengseln, zelebriert von einem fröhlichen Geiger undefinierbaren Alters und seinen Gefährten, hervorragend unterstützt von einem in der Schweiz lebenden Musik-Professor oberschlesischer Provenienz, der auf den Kapverden eine Art Entwicklungshelfer auf Zeit spielt. Wir fanden uns in einer anderen Welt wieder. Die Küche war übrigens vorzüglich.

Doch das Segeln kam darüber nicht zu kurz. Der fast konstant wehende Nordost machte die Umrundung der Kapverden leicht. Im Beiprogramm gab es fliegende Fische en masse, Delfine, Schildkröten und Pottwale - trotzdem versagten alle eifrigen Bemühungen Haros, sich als tüchtiger Angler verdient zu machen, kläglich. War einfach nix. Und das ausgerechnet in einer der fischreichsten Regionen des Globus. Aber auch eine 24stündige Hackerei im Angesicht der 2829 Meter hohen Vulkaninsel Fogo, deren mächtiger Feuerberg letztmals 1995 Schrecken verbreitet hatte, gehörte zur dritten Etappe - da blieb die Küche kalt und ein paar Crew-Mitglieder opferten nicht ganz freiwillig. Da wehte es sogar bis zu 50 Knoten, doch die "Bank von Bremen" bewährte sich in der kräftig aufgewühlten See. Ein großer Trost: Die Brecher, die 'rüberkamen, waren warm.

Doch eine - negative - Erfahrung, vor der allerdings schon vorher gewarnt worden war, blieb der Crew nicht erspart. In der Hauptstadt Praia regiert die schikanöse Bürokratie, die man aus so manchem anderen umständlichen Entwicklungsland kennt. Und wäre da nicht Haro mit seinen bravourösen Portugiesisch-Kenntnissen gewesen, wir hätten wenigstens noch 24 Stunden länger bleiben müssen, weil alle Pässe noch einmal kontrolliert und dupliziert werden mussten. Ähnlich wie nach der Ankunft auf dem Flughafen Sal, als der Zoll erst mal das mitgebrachte Reserve-Backstag, eine Ersatzluke und die "Bank von Bremen"- Trikots "requiriert" und kurzerhand weggeschlossen hatte. Dennoch bleibt als Fazit: Etappe Drei von "AtlantikRund" war ihre Reise wert, ist längst schöne Erinnerung. Es war wirklich Segeln von etwas ungewohnter Art. Diesmal nicht Eismeer oder Karibik - diesmal war's eben Afrika zur See. Außerdem verdient unbedingt festgehalten zu werden: Die "Alt-Herren-Crew" der dritten Etappe - Schnitt 55 Jahre - wäre noch viel älter gewesen, wäre da nicht Jan, 18, gewesen. Der Braunschweiger Jungmann, der vor Tatendrang und Lerneifer sprühte, kam mit den "alten Männern" großartig klar - und umgekehrt war's genauso.

Karl Morgenstern


 
Eine Reise der Segelkameradschaft "Das Wappen von Bremen"